Dawid Kubacki gewinnt auch zweites Springen in Titisee-Neustadt

Dawid Kubacki gewinnt auch zweites Springen in Titisee-Neustadt
Karl Geiger verteidigt Weltcup-Führung
19 000 Zuschauer an drei Tagen/Veranstalter sind hochzufrieden

Der Pole Dawid Kubacki ist der große Gewinner von Titisee-Neustadt. Nach seinem Erfolg am Samstag landete der 29-Jährige auch am Sonntag auf Platz eins. Das verdankte er vor allem seinem ersten Sprung über 143 Meter. Im zweiten flog er fast zehn Meter kürzer und machte es noch einmal spannend. Auf der anschließenden Pressekonferenz im Medienzentrum suchte Kubacki nicht nach Ausreden: „Das war mein Fehler. Ich sprang zu spät ab und erreichte dann nicht die gewünschte Geschwindigkeit.“ Insgesamt zeigte er sich mit dem Wettkampf in Titisee-Neustadt sehr zufrieden. Die Schanze sei „perfekt präpariert gewesen“, so Kubacki. Besonders schwärmte er von der „tollen Atmosphäre“ mit den vielen polnischen Fans, die ihn unterstützten. Am kommenden Samstag hat der aktuelle Weltcup-Fünfte dann ein richtiges Heimspiel in Zakopane.

Der Vortages-Dritte Ryoyu Kobayashi verbesserte sich am Sonntag auf den zweiten Platz mit der Tagesbestweite von 147 Metern im ersten Durchgang. Damit gewann der Japaner die neu eingeführte Sonderwertung „Titisee-Neustadt 5“, in die auch das Abschneiden bei der Qualifikation am Freitag einfloss. Die Auszeichnung ist verbunden mit einer Prämie von 25 000 Euro. Den dritten Platz belegte am Sonntag der Slowene Timi Zajc.

Einen versöhnlichen Abschluss bescherte sich und den deutschen Fans Karl Geiger. Nach bis dahin mäßigen Ergebnissen an der Hochfirstschanze sprang der 26-Jährige auf den fünften Rang und vereidigte damit seine Führung im Gesamtweltcup.

Stephan Leyhe aus Hinterzarten bestätigte mit Platz vier seine Topform an diesem Wochenende. Er war der erfolgreichste deutsche Springer in Titisee-Neustadt.

Überzeugen konnte auch der junge Constantin Schmid, der Neunter wurde. Damit schafften es drei deutsche Adler in die Top 10. Pius Paschke wurde 26ster.

Nach dem Bilderbuchwetter am Vortag mussten die Athleten mit erschwerten Bedingungen zurechtkommen. Sonne und Schnee wechselten sich ab. Wind führte immer wieder zu kleineren Verzögerungen. Insgesamt verlief der Wettbewerb aber reibungslos. Es gab keine Verletzten.

Die Atmosphäre war auch am Sonntag wieder überwältigend. 7 000 Zuschauer sahen sich den attraktiven Wettkampf im Schmiedsbachtal an. An allen drei Tagen zählte der Veranstalter an der Hochfirstschanze 19 000 Besucher. Joachim Häfker, der Generalsekretär des Organisationskomitees, fasste seine Bilanz in einem Wort zusammen: „Supergeil!“

Rund um den Weltcup waren wieder 800 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Bilder: Markus Feser

     
  Dawid Kubacki   Timi Zajc   Ryoyu Kobayashi
     
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