Die Schneeproduktion für das Weltcup-Springen in Titisee-Neustadt steht kurz vor dem Abschluss

„Wir sind so gut wie durch“, sagt Schanzen-Chef Matthias Schlegel mit Blick auf die Schneeproduktion für das Weltcup-Springen in Titisee-Neustadt. Und das obwohl die 60 Zentimeter Neuschnee, die zwischenzeitlich die Schanze bedeckt hatten, längst wieder weggeschmolzen sind. Wegen des momentanen Tauwetters macht sich Schlegel keine allzu großen Sorgen. „Es sollte halt nicht drei Wochen durchregnen“, sagt er. Notfalls kann der Schneehaufen immer noch mit einer Plane geschützt werden. An den kalten Januartagen konnte praktisch die gesamte Schneemenge produziert werden, die für den Wettbewerb benötigt wird. „Wir hatten Glück, dass die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter den erforderlichen minus vier Grad gelegen haben“, erklärt Schlegel. Mit der Präparation des Anlaufs soll voraussichtlich zwei Wochen vor dem Wettkampf, also Ende Februar, begonnen werden. Der Rest der Schanze folgt eine Woche später.

So spät ist in Titisee-Neustadt noch nie ein Weltcup-Springen ausgerichtet worden. „Das hat natürlich den Vorteil, dass wir viel Vorlaufzeit haben“, sagt Schlegel. Auf der anderen Seite muss sich sein Team auf milde Temperaturen im März einstellen. „Wir haben darauf zu achten, dass der Schnee schön kompakt bleibt“, sagt er. Vor allem beim Aufsprung bevorzugen die Athleten einen harten Untergrund. Ansonsten besteht bei der Landung erhöhte Sturzgefahr. „Aber wir werden auch diese Herausforderung meistern“, gibt sich Schlegel zuversichtlich.

Zu Schlegels Schneetrupp gehören Jürgen Benitz sowie Joachim und Harald Häfker. Nachtschichten an der Schanze sind ihnen bislang erspart geblieben. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so.

2.2.2016