Wichtiger Schritt: Anlauf an der Hochfirstschanze wurde eingerichtet

Zwei Wochen vor dem Weltcupspringen hat das Neustädter Schanzenteam eine wichtige Etappe genommen. In einer aufwendigen Aktion wurde am Samstag der gesamte Anlauf eingerichtet. In den kommenden Tagen muss der Belag nun alle zwei bis drei Stunden bewässert werden. „Das Eis ist durstig“, sagt Schanzen-Chef Matthias Schlegel. Durch das Wasser werden die Poren mit der Zeit verschlossen. Sobald sich eine blauschimmernde Eisfläche gebildet hat, sei der Belag perfekt, so Schlegel.

Sieben Stunden hat der Einsatz an der Hochfirstschanze gedauert. Am Samstagmorgen war damit begonnen worden, Schnee am höchsten Punkt der Schanze abzuladen. Das Material stammte von dem produzierten Haufen, der am Auslauf lagert. Über Röhren wurde der Schnee anschließend mit großen Mengen Wasser vermischt und auf dem Anlauf verteilt. Ein schneepflugähnliches Spurgerät zog die Fahrbahn fortlaufend ab.

„Die Kunst besteht dabei in der gleichmäßigen Verdichtung“, erklärt Schlegel. Sein Team hat eine langjährige Erfahrung mit der Technik. „Wenn man nicht sorgfältig ist, gibt es Wellen. Diese würden den Skispringer in seiner Konzentration stören. Das wäre in dieser wichtigen Phase fatal“, sagt Schlegel.

In den kommenden Tagen soll der bewässerte Belag festgefrieren und sich weiter verdichten. Unmittelbar vor dem Wettkampf wird dann die Anlaufspur hineingefräst werden.

Der Anlauf der Hochfirstschanze ist 98,1 Meter lang und besitzt eine Neigung von 35 Grad.

Anlauf 1      Anlauf 2

Anlauf 3
Unser Schanzenteam

Bilder: Markus Feser

27.2.2016