Nächster Weltcup schon im März 2016

Titisee-Neustadt springt noch einmal ein

Schneller als gedacht gibt es ein weiteres Weltcup-Skispringen in Neustadt an der Hochfirstschanze. Bereits am Wochenende 11. – 13. März 2016 richtet Neustadt zwei Einzelwettbewerbe aus. Erneut springt Neustadt für einen Veranstalter ein, der das Springen aus organisatorischen Gründen zurückgeben muss.

Ursprünglich war das nächste Weltcupskispringen in Neustadt erst für die Saison 2016/2017 im Dezember 2016 vorgesehen. Dieser Termin bleibt auch im Kalender, aber Neustadt bekommt zusätzlich bereits im Winter 2015/16 ein weiteres Springen. „Das ist der Lohn für all unsere Anstrengungen in den vergangenen Jahren“, so kommentierte OK-Generalsekretär Joachim Häfker die Entscheidung, die jetzt auf der FIS-Kalenderkonferenz in Zürich offiziell bekanntgemacht wurde.

Im März 2016 war ursprünglich ein Skiflug-Wettbewerb in Oberstdorf geplant. Dieser Weltcup kann aber nicht stattfinden, da die Schanze in Oberstdorf wegen Lizenzauflagen umgebaut und modernisiert werden soll. Auf der Suche nach einem kompetenten und unkompliziert verfügbaren Ersatzstandort hat man beim DSV das professionelle Einspringen von Neustadt im vergangenen Jahr noch nicht vergessen. So wurde Neustadt erneut gefragt. „Man sieht, dass wir jetzt erste Wahl sind, wenn es irgendwo einen Engpass gibt“, so schätzt Joachim Häfker die Entscheidung ein.

Organisatorisch ist Neustadt wie immer gewappnet, zumal es bei einem späten Termin im März auch keine ernsthaften Schneeprobleme geben dürfte. Der Schnee kann während des gesamten Winters auf Vorrat hergestellt und gelagert werden. Größere Fragen wirft schon eher die gesamte Infrastruktur der Schanzenanlage auf. „Hier müssen wir unbedingt etwas tun“, so kündigte Häfker an.

Hier geht es vor allem um die nicht mehr zumutbaren Verhältnisse für die Medien, um die Flutlichtfrage, aber auch um Themen wie Flucht- und Rettungswege, Springerdorf, Aufstiegshilfe und Vieles mehr.

Der Weltcup-Generalsekretär hat zusammen mit seinen Ressortleitern aus dem Organisationskomitee dazu bereits ein umfangreiches Konzept erarbeitet. Dieses Konzept liegt auch der Stadtverwaltung und den Gemeinderäten vor und ist dort Gegenstand der kommunalpolitischen Diskussion.

Das Vertrauen, das der DSV mit seiner jetzigen Entscheidung in den Standort Neustadt setzt, könnte ein wichtiges Argument in dieser kommunalpolitischen Diskussion werden. Denn anders als in früheren Jahren ist jetzt die Perspektive für regelmäßige Weltcup-Springen in Neustadt deutlich verbessert, bis 2017 sind die Termine sogar bereits fest planbar.

„Die Freude beim Organisationskomitee ist jedenfalls riesig. Das gibt einen richtigen Motivationsschub“, fasst Joachim Häfker die ersten Reaktionen seines Teams zusammen.

21.4.2015